VASK Bern
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Über uns

Wie es zur VASK kam

Ursprünglich waren es Angehörige von Menschen mit einer Schizophrenie-Diagnose, die sich zusammenschlossen, um ihre Situation und die der Betroffenen zu verbessern. Schizophrenie ist eine psychische Krankheit, bei der die Beziehung zu den Mitmenschen stark verändert ist. Die Symptome sind Störungen des Denkens, des Fühlens, des Wollens und des Handelns. Auch Wahnvorstellungen und Angstzustände sind Merkmale dieser Krankheit.
Wenn man davon ausgeht, dass 1% der Bevölkerung einmal im Leben an Schizophrenie erkrankt, dann sind in der Schweiz rund 80'000 Menschen von dieser Krankheit betroffen. Lebt ein Kranker in einem minimalen Umfeld von 3-4 Personen, so sind etwa 300'000 Angehörige - Mütter, Väter, Geschwister, Kinder, PartnerInnen - mit dieser schweren Krankheit konfrontiert. Dennoch wird die Krankheit nach wie vor stark tabuisiert und die Betroffenen werden stigmatisiert. Die gesellschaftlichen und psychischen Belastungen sind für die Betroffenen und für die Angehörigen enorm gross.

Darum gründeten Angehörige von Schizophreniekranken 1985 in Bern eine Vereinigung mit dem Ziel, Kontakte zwischen Angehörigen zu ermöglichen, Beratung zu vermitteln, das Verständnis der Öffentlichkeit für die Betroffenen und deren Probleme zu fördern und mit Hilfe von Publikationen und Vorträgen die Auswirkungen dieser rätselhaften Krankheit besser zu verstehen und zu bewältigen.

Was will die Vereinigung der Angehörigen?

  • Sie will die Diskriminierung der PatientInnen und ihrer Angehörigen abbauen, Hoffnung und Selbstvertrauen schaffen und nach den bestmöglichen Wegen suchen, mit der Krankheit umzugehen.
  • Sie will die Öffentlichkeit auf Schwierigkeiten bei der Betreuung und Wiedereingliederung hinweisen und Verbesserungen fördern.
  • Sie will Angehörige bei der Bewältigung ihrer schwierigen Lebenssituation unterstützen.
Warum ist der Zusammenschluss der Angehörigen notwendig?
  • Weil nur diejenigen, die in ihrer Familie die Krankheit erleben, die Schwierigkeiten bei der Hospitalisierung und nach der Klinikentlassung voll ermessen können.
  • Weil die klinikexterne Betreuung vor allem von den Angehörigen getragen wird.
  • Weil die Angehörigen zu Unrecht als "Verursacher" der Krankheit angesehen werden.
  • Weil die Öffentlichkeit immer noch unzureichend über die Krankheit informiert ist.

Was tut die Vereinigung der Angehörigen von psychisch Kranken?

  • Sie ermöglicht Kontakte und Gedankenaustausch zwischen Angehörigen.
  • Sie organisiert in den verschiedenen Regionen Selbsthilfegruppen von 6-12 TeilneherInnen, welche jewils in ähnlicher Weise (Erkrankung von PartnerIn, Kind, Geschwister/n) betroffen sind.
  • Sie arbeitet mit Fachleuten zusammen und vermittelt Angehörigen Beratung
  • Sie informiert Angehörige und Öffentlichkeit mit Publikationen, Newslettern, Filmpodien und Vorträgen über wichtige Fragen aus dem medizinischen, psychosozialen und rechtlichen Bereich.
  • Sie pflegt die Zusammenarbeit mit Vereinen und Institutionen mit ähnlichen Bestrebungen und unterstützt als Mitglied des Dachverbandes VASK Schweiz die Gründung von weiteren kantonalen Vereinigungen.
  • Sie setzt sich wo immer möglich für kreative Ansätze der Unterstützung von Angehörigen ein.
  • Sie vertritt die Anliegen von Angehörigen gegenüber Politik und Fachwelt, soweit es die Ressourcen zulassen.
  • Sie fördert die Schaffung von Wohnmöglichkeiten für betroffene Menschen